ESC=Ton aus

Trierischer Volksfreund vom 13. Juni 2008

So gut wie das Original

 

Eine Zeitreise durch Leben und Werk von Cat Stevens präsentierten der Sänger Ed Stevens und seine Band "The Voices" im Theater Petipa in Lorscheid. Die authentische Vertonung der schönsten und wichtigsten Cat-Stevens-Songs begeisterte das Publikum restlos.

 

Von unserer Mitarbeiterin Anke Emmerling

 


 

Ed Stevens begeisterte mit einem authentischen Cat-Stevens-Programm im Theater Petipa in Lorscheid. TV-Foto: Anke Emmerling

 

Lorscheid. Trotz Übertragung der Fußball-Europa-Meisterschaft hatten knapp 50 Besucher den Weg nach Lorscheid ins Theater Petipa des ehemaligen Ballett-Chefs des Trierer Theaters, Sergey Volobuyev, gefunden.

Ein bisschen Nostalgie, ein bisschen Rückbesinnung auf die Zeit der 68er und der Wunsch, authentische Musik mit einer eigenen Aussage zu hören, hatte sie angesichts der Ankündigung eines Cat-Stevens-Programms dorthin geführt. Schon vom ersten Ton an wurden alle Erwartungen an den Abend übertroffen.

Denn Ed Stevens, der Mann, der zur Akustikgitarre "Father and Son" anstimmte, klang wie Cat Stevens selbst. Schloss man die Augen, konnte man glauben, das Original vor sich zu haben. Auch das Arrangement mit einer weiteren Gitarre, gespielt von Philipp Godart, und einem mal nach Piano, mal nach Streichern klingenden Keyboard, gespielt von Al Meyer, gab den Originalsound authentisch wieder.

Wohlige Gänsehautschauer

Kein Wunder, dass sich immerzu die wohligen Gänsehautschauer der Erinnerung bemerkbar machten, dazu der Impuls, mitzusingen oder sonstwie die eigene Verbundenheit mit den gefühlvollen, einmalig schönen Liedern auszudrücken; wie "Oh baby it's a wild world", "Where do the children play", "Into white", "Morning has broken", "Moon Shadow" und vielen mehr.

Sie wurden eingebettet in die Lebensgeschichte von Cat Stevens, der 1948 als Sohn eines Griechen und einer Schwedin im Londoner Westend geboren wurde.

Ed Stevens zeichnete verbal und musikalisch die erste von Kommerzialität geprägte Karriere seines Nachnamensvetters ebenso nach wie die zweite von eigenem Ausdruckswillen und kritischer Auseinandersetzung geprägte, den Weg des nach Spiritualität und sich selbst suchenden Musikers, seinen Wechsel zum Islam, seinen Abschied aus dem Showbusiness und das Comeback 2006.

Klar trat dabei hervor, wie die Lieder jeweiligen Lebenssituationen entsprungen waren und reifer wurden. Immer mitreißender gestaltete sich das musikalische Programm mit dem optimistischen "If you want to sing out, sing out" bis zu den Zu gaben, die das mittlerweile in Bewegung geratene Publikum nach einem zweieinhalbstündigen Programm stürmisch forderte. Mit Höhepunkten wie "Lady d'Abbanville" und "Peacetrain" ging ein inspirierender Abend zu Ende.

Infos zu Ed Stevens und weiteren Auftritten der Voices unter  www.ed-stevens-voices.de.

         

   

 

     

Nostalgisches aus en Sechzigern

 
Musik und Multimedia, eine Mischung, die ankam beim Ed Stevens-Konzert in Hermeskeil. TV-Foto: Hans Muth

Hermeskeil. (hm) Nostalgie, Erinnerungen an die Achtziger und gute Interpretationen der Lieder eines Stars, der sich vorübergehend von der Bühne verabschiedet hatte, vereinten sich beim Konzert "Moonshadow - Ed sings Cat" in der Hermeskeiler Hochwaldhalle.
 
Ed Stevens, der Mann der Cat Stevens einen Teil seines musikalischen Lebens gewidmet hat, interpretierte in einer fast dreistündigen Show mit seiner Band "The Voices" 25 Songs des inzwischen zum Islam konvertierten Sängers. Begleitet von Al Meyer am Piano, dem virtuosen Gitarristen Philipp Godart und den dezenten Percussions von Michael Bohr, trat Stevens in allen Liedern mit seiner Akustikgitarre auf. Die beiden Saiteninstrumente gaben den Songs die nötige Würze.
 
Alles in allem: nahe am Original, wie auch Ulla Thielen empfand. "Man wird erinnert an alte Zeiten, so authentisch sind die Songs von Ed". Bei den gefühlvollen Liedern wie "Oh baby it's a wild world", "Where do the children play", "Into white", "Morning has broken" oder "Moon Shadow" wiegten sich die Zuhörer zur Musik und in ihren Erinnerungen. Damit, dass Ed Stevens dem Publikum in der Hochwaldhalle zwischen den Songs umfangreiche Kenntnisse über die Person von Cat Stevens, der 1948 als Sohn eines Griechen und einer Schwedin im Londoner Westend geboren wurde, preisgab, schuf er eine enge Beziehung zwischen sich und dem Auditorium. Eine Multimedia-Show rundete die beeindruckende Darbeitung ab.